Koalition fordert nachhaltige Schulkinderbetreuung

Die Anfrage der Koalition zum Thema Schulkinderbetreuung hat die Vermutung bestätigt, dass der
Bedarf an Betreuungsplätzen in der Geschwister-Scholl-Schule stark angestiegen ist. Mittlerweile
brauchen rund 80% der Kinder eine Nachschulbetreuung. Diese hohe Nachfrage war für die Koalition
keine Überraschung, dennoch war es ihr wichtig die Zahlen zu überprüfen.

Aus Sicht beider Fraktionen ist die notwendige Nachmittagsbetreuung der Schulkinder perspektivisch nur durch Ganztagsschulen sicher zu stellen. Deshalb hat die Koalition vergangene Woche den Magistrat gebeten, das Gespräch mit den Beteiligten aus Schule und Kreis aufzunehmen.
Ziel der Koalition ist es, das bestehende Schulkinderhaus 1 durch einen Anbau zu erweitern. Die Vergrößerung soll baulich so ausgelegt sein, dass das Gebäude auch für ein Ganztagesangebot der Schule zukünftig nutzbar ist. Nach den Vorstellungen von SPD und FDP sollen sich Kreis und Land an den Baukosten beteiligen. Das vergrößerte Schulkinderhaus kann solange alleine durch die Stadt betrieben werden, bis die Schule sich am ‚Pakt für den Nachmittag‘ beteiligt. Dies sollte idealerweise bis 2020 erfolgen.

Kreis und Land bieten mit dieser Möglichkeit eine wirtschaftlich vernünftige Alternative, für die im Kreis bereits die Weichen gestellt sind. 2016 haben der Erste Kreisbeigeordnete H. Kollmeier und der hessische Kultusminister H. Lorz eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet, die es dem Main-Taunus-Kreis und ihren Grundschulen ermöglicht am ‚Pakt für den Nachmittag‘ teilzunehmen. Im ersten Schritt könnte das bedeuten, dass die GSS sogenannte Profil 1 Schule wird. Im Profil 1 wäre die Schule für die Schulkinderbetreuung bis 14.30 Uhr zuständig. Eine Teilnahme der Schüler ist hier noch nicht verpflichtend – allerdings haben alle Kinder einen Anspruch darauf.
Es ist davon auszugehen, dass die absolute Anzahl der Schüler der Geschwister-Scholl-Schule (z.B. durch weitere Verdichtung und Generationenwechsel der Wohngebiete) ansteigen wird. Darüber hinaus wird auch der Anteil der zu betreuenden Schüler weiter zunehmen.

Der Koalition ist es wichtig, Weitsicht in finanzieller und baulicher Hinsicht walten zu lassen, indem auch vorhandene Strukturen genutzt werden. ‚Auch wenn dies eine große Veränderung bedeutet, glau-ben wir, dass dieser Weg der richtige ist. Wir wünschen uns konstruktive Gespräche aller Beteiligten. Unser Ziel ist es eine verlässliche und qualitativ hochwertige Betreuung der Schulkinder in Schwalbach anbieten zu können‘, sind sich die Fraktionsvorsitzenden der SPD und FDP, Hartmut Hudel und Stephanie Müller, einig.

Der Antrag im Original:
Antrag Vergrößerung Schulkinderhaus 1 – GSS-1


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