Belebung alter Ort – jetzt oder nie!

Seit vielen Jahren kann jeder beobachten, was sich in Sachen Belebung im alten Ort tut: wenig! Es gibt positive Ausnahmeerscheinungen, wie z.B. die Restaurierung der Alten Schule und des Historischen Rathauses oder die Neueröffnung der Genussbotschaft, die eine attraktive Anlaufstelle im alten Ort geworden ist. Auf der anderen Seite gibt es größere Komplexe, die derzeit leer stehen, wie das Gasthaus Zum Schwanen und die Mutter Krauss sowie einige ältere Gebäude, die aktuell nicht zur Attraktivität und dem Flair der Altstadt beitragen, wie z.B. das so genannte Grüne Haus gegenüber der Feuerwehr. FDP & Freie Bürger befürchten durch solche Häuser einen so genannten Broken Window Effekt. Unattraktive Gebäude halten potenzielle Investoren/Unternehmer ab, sich dort anzusiedeln.

Bereits im März 2017 hat die damalige Bürgermeisterin Augsburger in einem Interview mit der FAZ die Auflösung des historischen Kerns der Altstadt beklagt. – Obwohl zu diesem Zeitpunkt sowohl die x-te Fortschreibung des Altstadtrahmenplans vorlag und zahlreiche Gebäude unter Denkmalschutz standen. Als Gegenmaßnahme beschloss die Stadtverordnetenversammlung eine vom Magistrat eingebrachte Gestaltungssatzung. Heute, vier Jahre später, hat keine der drei Maßnahmen, also der Denkmalschutz, der Altstadtrahmenplan und die Gestaltungssatzung die gewünschte Wirkung entfaltet. – Insbesondere der Denkmalschutz wurde von Eigentümern in Gesprächen aufgrund der sehr hohen, kostenintensiven und aufwändigen Auflagen als größter Hemmschuh für die Instandsetzung genannt. Der von FDP & Freie Bürger im Wahlprogramm geforderte Wegfall des Denkmalschutzes für die gesamte Altstadt, da er der Entwicklung des Altstadtrahmenplanes entgegensteht ist insofern konsequent und bedeutet natürlich keinesfalls, dass diese Maßnahme gleichzusetzen ist, mit dem Abriss der Altstadt.

Betrachtet man die Forderung im Zusammenhang mit den anderen Programmpunkten, kann man schnell erkennen, dass klare Ziele für Alt-Schwalbach sind, den zahlreichen Leerständen in verschiedenen Gebäuden entgegenzuwirken und städtebaulich den ursprünglichen Charakter wiederherzustellen. – So können attraktive Flächen nutzbar werden, die zum Einkaufen und Verweilen einladen.

Effizienter als der Denkmalschutz ist aus Sicht der FDP & Freien Bürger die Umsetzung des Altstadtrahmenplans (aktueller Umsetzungsstand wurde bei der Stadt angefragt) in Verbindung mit der Gestaltungssatzung, die das Augenmerk besonders auf die Fassadengestaltung legt. Das dahinter liegende Räumlichkeiten mit Deckenhöhen von teilweise deutlich unter 2 m nur schwer nutzbar sind, ist jedem klar. Mit diesen beiden Instrumenten kann die Stadt Schwalbach den Erhalt der Altstadt gewährleisten – auch ohne Denkmalschutz!


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